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Meningokokken

Was ist eine Meningokokken-Meningitis?

Die Meningokokken-Hirnhautentzündung ist eine Entzündung des Gewebes, welches das Gehirn und das Rückenmark umgibt.

Was ist eine Meningokokken-Sepsis?

Bei einer Meningokokken-Sepsis wird das Blut mit Meningokokken-Bakterien und deren Giftstoffen überschwemmt. Als Folge kommt es zu einer Schädigung der Blutgefäße, was zu einem Eindringen von Blut in und unter die Haut führt.

Am Körper entstehen Blutpunkte (Petechien), Blutblasen oder rot-violette Flecken. In den schlimmsten Fällen können nur Amputationen das Leben der Betroffenen retten.

Wie hoch ist das Risiko an Meningokokken zu erkranken?

10-25% aller Deutschen tragen die bakteriellen Erreger in sich und geben sie durch Tröpfcheninfektion wie Husten, Niesen und Küssen an andere weiter, ohne daran selbst zu erkranken.

Besonders gefährdet sind Kleinkinder und Jugendliche: Bei Kleinkindern ist das Immunsystem noch nicht stabil ausgebaut, sodass die aggressiven Bakterien einfacher das Immunsystem überwältigen können. Bei Jugendlichen ist es der steigende soziale Kontakt in Diskotheken, auf Partys oder mit Intimpartnern, der zu einer erhöhten Gefahr führt.

Wie erkennt man eine Erkrankung?

Häufig gehen der Meningokokken-Erkrankung akute Erkältungssymptome voraus. Ohne Übergang kann es plötzlich zu starken Kopfschmerzen kommen, die schnell stärker werden. Meistens tritt hohes Fieber auf, der Kranke muss sich übergeben, leidet unter Nackensteifigkeit.

Bei Babys und Kleinkindern sind die Symptome weniger eindeutig. Es kommt oftmals zu Appetitlosigkeit, ungewöhnlich schrillem Schreien, Unruhe, Stöhnen und fleckiger Haut.

Kann man eine Meningokokken-Erkrankung behandeln?

Ja, sowohl die Meningokokken-Meningitis als auch die Sepsis können mit einem geeigneten Antibiotikum behandelt werden. Für den Behandlungserfolg ist es jedoch sehr wichtig, die Krankheitszeichen frühzeitig zu erkennen und umgehend einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen. Wird die Meningokokken-Erkrankung erst in einem späteren Stadium erkannt, kann es zu bleibenden Schäden kommen oder die Erkrankung kann tödlich verlaufen.

Erkrankungszahlen für Deutschland

In Deutschland erkranken jährlich 400 - 800 Personen an einer Meningokokken-Meningitis. Bei etwa jedem Zweiten treten punktförmige Blutungen unter der Haut auf. Trotz Behandlung sterben 10 Prozent der Erkrankten und 20 Prozent müssen mit Spätfolgen wie lebenslanger Taubheit oder der Amputation von Gliedmaßen leben.

Wie kann man sich vor einer Meningokokken-Erkankung schützen?

Den sichersten Schutz gegen die Meningokokken-Erkankung bietet die Schutzimpfung.

Eine Schutzimpfung speziell gegen Meningokokken C empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut seit 2006 für alle Kinder ab dem ersten vollendeten Lebensjahr.